szmmctag

  • SAVE THE DATE....

    Schon heute möchte ich Sie hinweisen auf die

    2. lange GALERIENACHT in Bonn, BAD GODESBERG,

    FREITAG, 9. MAI 2014;la nge  Galerienacht in Bonn - BAD GODESBERG , am FREITAG, 9. Mai 2014;
    Nach dem grßen Erfolg im April vergangenen Jahres, als bei strömendem Regen viele viele vergnügte und neugierige Besucher die besteiligten Galerien besuchten, tolle Gespräche geführt wurden und die Spannbreite von Malerei, Graphik, Objekt, Design und angewandter Kunst genosseen werden konnte, gibt es 2014 die 2. Auflage dieser Initiative Godesberger Galerien.

    Von 18 - 24 Uhr verbindet ein kostenloser Shuttleservice die beteiligten Kunstpunkte und wieder gibt es spannungsvolles Miteinander.

    http://www.durch-die-nacht.info

    Im CRAFTkontor wird an diesem Abend die nächste Ausstellung eröffnet.
    Eine kontrapunktische Schau mit URUSHI-LACKKUNST von HERI GAHBLER und
    KERAMIK von MONIKA DEBUS.

    Hier ein ein kleines Appetithäppchen:
    Heri-gahbler-2MonikaDebus2.o.T.
    Heri Gahbler, Schalenobjket, Urushilack;  Monika Debus, Gefäßobjekt, Keramik;
    (Copyright: Heri Gahbler)                         (Copyright: Monika Debus)

    Reservieren Sie sich diesen Abend für Kunsterlebnisse in der City und dem Villenviertel von Bonn- Bad Godesberg...

    Herzlich willkommen!

  • Wochenendtips

    Schätze für Seele und Lebensraum :
    LIEBLINGSSTÜCKE 2014, 21. bis 23. März in Köln

    LIEBLINGSSTÜCKE 2014
    Lebensbegleiter gesucht? Dann gönnen Sie sich ein neues Lieblingsstück!
    Die fünfte Ausgabe des Unikatmarktes LIEBLINGSSTÜCKE der Arbeitsgemeinschaft
    Angewandte Kunst Köln (AKK) präsentiert vom 21.-23. März 2014 alles,
    was das Herz begehrt:
    kostbarer handgeschmiedeter Unikatschmuck aus Gold und Silber,
    ausgesuchte Edelsteine, handrahmengenähte Schuhe, chice Taschen, freches Modedesign,
    edle Couture, feines Schreibgerät, handgeschliffenes Glas, Skulpturen und
    Gefäße aus Holz, Kunst- und Gebrauchskeramik. Und vieles mehr!

    Manches wird Ihnen als CRAFTkontorfreunde gut bekannt sein und Sie können mit den Gestaltern endlich ins Gespräch kommen...

    EUNIQUE_2012__194Helgabecker jpg1
    Uta K. Becker                                                                 Helga Becker                                            

    FrankSchilloDosen-hase-gras
    Frank Schillo

    Gäste:
    Carmen Comanns, Schuhe
    Marion Heilig & Joachim Dombrowski, Schmuck
    Claudia Heller, Textil
    Ekkehard Körber, Holz
    Beate Kuchs, Glas
    Werner Platz, Schreibgeräte
    Gut Rosenberg: Lea Diehl & Anna Hamacher, Siebdruck
    Hannes Fleckstein, Textil
    Hannah Loibl, Papier
    Michael von Stosch, Holz
    AKK-Mitglieder:
    Stephan Aißlinger, Keramik
    Helga Becker, Textil
    Katrin Brusius, Schmuck
    Barbara Clemens, Textil & Leder
    Christoph Erhardt, Textil
    Elisabeth Fischer, Keramik
    Isolde B. Glenz, Textil
    Ines Hasenberg, Keramik
    Christian Heyden, Schmuck
    Enno Jäkel, Keramik
    Annette Kreutter, Schmuck
    Martina Kuth, Schmuck
    Frank Schillo, Keramik
    Bettina Schön, Schmuck
    Monika Wellens-Koch, Schmuck
    Elke Weiler, Textil

    Freitag, 21. März 2013, 16–20 Uhr
    Samstag, 22. März 2013, 11–20 Uhr
    Sonntag, 23. März 2013, 11–18 Uhr

    Veranstaltungsort:
    Kunsthaus Rhenania
    Bayenstraße 28, 50678 Köln
    (Rheinuferstraße, zwischen Severinsbrücke und Yachthafen)
    U-Bahn Linie 3 und 4, Haltestelle Severinstraße
    Bus Linie 106, Haltestelle Rheinauhafen
    Tiefgarage Rheinauhafen, Ausgang 5.02

    _________________________________________________

    ... und wer mehr in Richtung individueller Mode von deutschen Klein-Labels schauen möchte, empfehle ich die:

    femme 4

    Schmuck-, Mode- und Kunstkleidermesse in BONN;

    21. - 23. März Frauenmuseum
    Im Krausfeld 10
    53111 Bonn

    Auch hier sind altbekannte Teilnehmerinnen der Austtellungen im CRAFTkontor vertreten:

    BarbaraSchröderJacira1HeidiSchulzeMerianWickeringe
    Barbara Schröder                                                Heidi Schulze-Merian

    Viele schöne Anregungen zum Frühlingsanfang....
    Viel Freude....

  • Worüber ich kürzlich gestolpert bin:

    Ab und zu lese ich "brand eins", das Wirtschafts-Magazin.

    Brand eins porträtiert zum Einen Unternehmen und deren Persönlichkeiten und beschäftigt sich zum Anderen mit wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen sowie Berichten, Reportagen und Interviews aus der Praxis.
    Jedes Heft hat einen thematischen Schwerpunkt wie Kapital, Arbeit, Geld, Qualität, aber auch Themen wie Liebe und Kunst.
    Zu den Schwerpunktthemen schreibt der Redakteur und Autor Wolf Lotter lockere Essays, aber die Heft-Schreibe an sich ist ziemlich charakteristisch...

    brand eins: Ausgabe 01/2014 - beschäftigte sich mit dem Schwerpunkt Originalität -
    Die Falschen und das Echte
    Text: Wolf Lotter

    Ich zitiere Ihnen hier einen Anfangsteil in Auszügen und empfehle Ihnen das Weiterlesen im Archiv der brand eins (link siehe unten).
    Sie können sich denken, das das Thema mich als Galeristin immer wieder beschäftigen muss, denn  die wenigen Gestalter zu finden, die eine eigenen Sprache sprechen, die nicht kopieren, plagiieren, ist mein Anliegen...

    Ich weiß, Ihnen so einen langen Text zu empfehlen, ist im blog fast Zumutung, aber ich bin guter Hoffnung....

    Textausschnitt:
    "1. ORIGINELLES

    Leute, das kann doch nicht so schwer sein.Originalität bedeutet laut Brockhaus so viel wie Ursprünglichkeit, Echtheit, Eigentümlichkeit. Das sind handfeste Merkmale.

    Ursprünglichkeit bedeutet, auf den Ausgangspunkt einer Entwicklung zu schauen und damit auf Ursache und Kern eines Problems. Das Echte unterscheidet sich von der Fälschung in seiner Wirkung während die Nachahmung immer nur so tut als ob. Die Eigentümlichkeit ist der Charakter des Originals, seine Unverwechselbarkeit, die uns hilft, zu unterscheiden und dadurch besser entscheiden zu können.

    Das sind alles Eigenschaften, von denen alle behaupten, sie fänden sie super, gut und toll. Sie helfen gegen falsche Gleichmacherei und tumben Stillstand. Die Frage ist nur, warum die meisten Leute mit dem Originellen nicht können. Originalität irritiert. Sie gilt als eigentümlich ? im Sinne von merkwürdig, komisch, witzig. Ist ja ganz nett. Aber irgendwie windig. Das hören wir immer wieder, das haben wir so gelernt.

    Von wem eigentlich?

    Die Hohepriester dieser Denkschule sind diejenigen, die seit dem 19. Jahrhundert das Sagen haben: Politiker und Manager, die der Kaste der Beamten entstammen und deren Denken auf festen Mustern und Routinen beruht. Originalität gilt in dieser Welt als Störfaktor, und diejenigen, die originell sind, gelten als Gestörte. Das Originelle gefährdet die Stabilität und damit den Erfolg der gesamten Operation. Originalität ist riskant.

    Als der österreichische Autor Herbert Eisenreich vor 60 Jahren in der »Zeit« ein Essay zu dem schon damals umstrittenen Thema schrieb, konnte er noch eine Vielzahl durchaus lebendiger Bedeutungen aus dem Duden anführen: Originell, das war damals noch ursprünglich, schöpferisch, eigenartig, einzigartig, eigen, neu, urwüchsig, angeboren, selbstständig, echt, natürlich, komisch. Geblieben sind davon eigentlich nur die negativen oder windigen Bedeutungen, eigenartig etwa und natürlich komisch.

    Als Originale bezeichnet man Menschen, die sich anders kleiden, anders reden und denken und die aus der Menge hervorstechen. In Organisationen heißen solche Leute Querdenker und Kreative. Wenn sie etwas vorschlagen, sagt der Chef: "Das ist ja extrem originell, Herr Sowieso." Damit ist auch gleich klar, was Originalität ist: die Vorstufe zur Abmahnung. Da tut es nichts zur Sache, dass nicht jeder, der meint, originell zu sein, es auch ist. Es ist das Wesen der alten Organisation, Originalität für einen Defekt zu halten, der die Abläufe durcheinanderbringt und die innere Ordnung gefährdet. Manager und ihre Handlanger grinsen dann breit: Guck mal, ein echtes Original. Ein Komiker. Wie witzig.

    2. MÖGLICHKEITEN

    In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es nur wenige Menschen, die dem widersprachen zu ihnen gehörte der amerikanische Intelligenzforscher Joy Paul Guilford, dessen Klassiker "The nature of human intelligence" ein Meilenstein in der Bewertung von Intelligenz, Originalität und Kreativität ist.

    Guilford definiert Originalität als "Faktor des divergenten Denkens", bei dem es darum geht, kreative Lösungen für Probleme zu finden, das "Aufzeigen unüblicher Möglichkeiten bei der Verwendung bestimmter Objekte". Es gibt Leute, die drücken eben immer nur einen Knopf gleich dem alten indonesischen Sprichwort: "Wer nur einen Hammer hat, für den sieht jedes Problem wie ein Nagel aus." Die Behämmerten übersehen dabei den entscheidenden Faktor bei der Lösung aller Probleme, den Grund dafür, warum wir überhaupt ein Gehirn haben: divergentes Denken, bei dem es darum geht, wie Guilford es formulierte, "unübliche Möglichkeiten bei der Verwendung bestimmter Objekte anzuwenden". Das ist Originalität, so der Forscher.

    Es ist nicht schwer zu erkennen, dass es sich dabei um etwas ganz anderes handelt als jene in den vergangenen Jahrzehnten unkritisch herbeigebetete "Kreativität", bei der es nur vermeintlich um vollständige Neuschöpfungen geht eine Art permanenter Urknall, bei dem man nicht weiß, woher das Zeug kommt und wohin es fliegt. Originalität ist nichts für Komiker und nichts für Knalltüten. Sie ist eine ernste Sache.

    Originalität im Sinne divergenten Denkens schöpft aus dem, was ist, ohne es zu kopieren, nachzuahmen, zu wiederholen. Originalität erkennt die Welt und ihre Dinge in neuem Zusammenhang. Originalität ist keine Erfindung, sondern eine Entdeckung. Ein echtes Abenteuer und kein Dachschaden.

    3. DIE ÄRA DES FALSCHEN

    Natürlich weiß man, dass es diese Sichtweise von Originalität ist, die letztlich Mehrwert und Fortschritt schafft. Und dass Routinen und Normen die zeitweilige Folge origineller Prozesse sind. Wenn niemand entdeckt, was man mit Fließbändern tun kann, dann wird niemand auf die Idee kommen, auf ihnen jahrzehntelang Massenware herzustellen. Alle Produktion beruht auf originellen Ideen. Die Frage nach Ei und Henne ist hier eindeutig beantwortet.

    Dennoch spielen sich die Hennen als Vormund auf und gackern alle nieder :das Huhn hält den Laden schließlich am Laufen, und Eierlegen liegt nicht im Trend. Die Führungskraft dieser Tage ist bieder und ideenarm, aber in alledem zuverlässig. Die Originale, die immer das Risiko des Neubeginns bergen, schätzt man nicht so sehr. Abzüge, Kopien sind irgendwie sicherer.

    Man kann das einfach überprüfen: An wen denken wir, wenn wir nach Originalen an der Spitze von Unternehmen gefragt werden? Gab es früher mehr "Typen" als Chefs und Macher? Wo sind die Eigentümlichen, die Unverwechselbaren in der Politik? Wo sind die originellen Ideen der vergangenen Jahre (Mehrfachnennungen möglich) ? und zwar solche, die nicht nur einigen Experten und Fachleuten ein Begriff sind? Haben wir das Gefühl, dass ein buntes Feuerwerk praktischer Problemlösungen am Himmel erscheint, wenn wir die großen Weltprobleme Energie, Wachstum, Wohlstand, Gesundheit und Bildung ansprechen? Und falls ja, werden dabei "unübliche Möglichkeiten bei der Verwendung bestimmter Objekte" angewandt ? oder die Probleme einfach verwaltet und nicht selten dadurch auch vermehrt? Und an wem könnte das liegen?

    Gewiss: Die Frage ist ein wenig unfair, denn vieles, was originell ist und uns weiterbringt, hat noch keine Chance auf Entdeckung gehabt. Aber wenn das Gerede von Neuem, Innovativem, Kreativem und Originellem mit der Wirklichkeit Schritt halten könnte ? müsste es nicht unzählige gute Antworten auf jede dieser Fragen geben?

    Tatsache ist: Wir sind keine originelle Gesellschaft. Es wird nur viel darüber geredet. Man gackert so vor sich hin und wenn wirklich mal jemand ein Ei legt, originell ist, tritt man drauf. Das Eigentümliche genießt keinen Respekt.

    Das hat unter anderem zur Folge, dass wir den Unterschied zwischen Original und Kopien aus den Augen verlieren. Was früher Original war, ist heute zur "Inspiration" für die Nachahmung geworden. In den Neunzigerjahren gewöhnte man sich daran, dass "Zitate" in die Musik-Charts kamen und sich als eigenständige Idee ausgeben durften. Das wurde dann treuherzig damit erklärt, dass ja sowieso alles irgendwie schon mal dagewesen sei und es deshalb "das Neue" und das "Originelle" gar nicht gebe. Sind wir nicht alle Zwerge auf den Schultern von Riesen? Nein. Das haben die Zwerge bloß erfunden, damit sie auch weiterhin oben sitzen können.

    Besonders versierte Verteidiger der Nachahmung finden sich dort, wo man einst mit Originalität sein Geld verdiente, im Feuilleton beispielsweise. Früher galt jemand, dem nichts einfiel, als Dummkopf. Das war vielleicht ein bisschen grob, aber ist es besser, dass heute Einfallslosigkeit der Karriere förderlich ist? Wer nicht originell ist, gilt als zuverlässig. Aber vielleicht ist das ganz normal in einer Welt, in der wie irre gefälschte Markenartikel aus Asien gekauft werden, weil die Leute glauben, sie hätten ein Recht auf diese billigen Täuschungen.

    Die Nachahmergesellschaft, die augenzwinkernd abschreibt und die wissend grinst, wenn sie sich an der Originalität anderer bedient, stiehlt sich ihre eigene Zukunft. Das Plagiat ist die Regel geworden, Routine. Und die Empörung über die zu Guttenbergs dieser Welt schiere Heuchelei.

    In einer Gesellschaft, die sich darüber im Klaren ist, dass Originalität, also unverwechselbare, gute Ideen die Grundlage des Wohlstands sind, wäre Empörung mehr als berechtigt. Das Stehlen von geistigem Eigentum anderer ist ein Kapitalverbrechen an der Wissensgesellschaft. Die Aufregung um den ganzen akademischen Schwindel wäre also ein gutes Zeichen ? wenn dahinter Respekt vor Wissen, Originalität und Innovation stünde. Doch damit hat das Theater um die falschen Fuffziger nichts zu tun.

    4. DER WERT DES ORIGINALS

    Die Rufe nach mehr Ehrlichkeit im Wissenschaftsbetrieb sind nicht originell,sie sind verlogen. Denn dort gilt wie fast überall: schön blöd, wer nach immer neuen Möglichkeiten sucht. Natürlich darf man klauen, nachmachen, kopieren, "interpretieren", was das Zeug hält ? nur erwischen lassen darf man sich dabei nicht. Die Helden dieser Tage sind die, die sich nicht erwischen lassen oder denen man nichts beweisen kann.

    Aber wem fällt das noch auf? Wen stört das? Und wozu braucht man eigentlich Originale?

    Antworten auf diese Fragen finden wir in der Kunst, genauer: in der Art und Weise, wie wir mit Kunst umgehen. Jeder will das Original eines Kunstwerks und nicht seine Kopie, auch wenn die im Zeitalter des Digitalen perfekt zu sein scheint. Für das Original zahlt man einen hohen Preis, die Kopie hingegen schafft es nur etwas über ihren Materialwert hinaus. Das Original ist exklusiv, denn es kommt nur einmal vor. Es ist selten, ein rares Gut. Aber das ist nicht alles.

    Einen noch größeren Anteil an der Bedeutung des Originals hat, was der Philosoph Walter Benjamin Aura nannte. In seinem Aufsatz "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" definiert er die Aura als die Gesamtheit der Werte und Bedeutungen, die ein Original besitzt. Das hat mit Esoterik und Strahlenkränzen nichts zu tun. Es ist ein technischer Begriff, der den gesamten Wert der geistigen Arbeit bewertet, die zu einem Original führt, und gleichzeitig die Bedeutung, die es für den Nutzer und Betrachter hat.

    Das ist ein enorm wichtiger Gedanke, wenn es um die Bewertung von Wissen und abstrakten Gütern geht, von denen wir längst leben. Und die wir nach wie vor nach den Kriterien der Welt der Dinge messen , vor allem der industriellen Massenware. Benjamins Aura betont den Wert des einmaligen Denkens an sich. Eine Aura gibt es auch überall dort, wo einzigartige, einmalige Projekte und Leistungen erdacht werden, in jeder maßgeschneiderten Fabrik ebenso wie in jeder Maschine, die unverwechselbar und eigentümlich  und nicht einfach beliebig reproduzierbar ist.

    Geschätzt wurde die geistige Arbeit, die Aura des Werkes, seit Menschen denken können. Unseren Vorfahren war klar, dass es die neue Idee ist, das Originelle, das Probleme löst oder neue Perspektiven eröffnet. Doch 200 Jahre Industrie- und Massenkultur haben diesem uralten Wissen zugesetzt. Was in der Kunst okay ist und ganz normal, nämlich dass der Wert sich an Original und Originalität bemisst, wirkt im Lebensalltag zunehmend fremd und skurril. Was in der Kunst preissteigernd wirkt, die Eigentümlichkeit, ist in der Welt der Massenproduktion ein glatter Kündigungsgrund.

    Wir schludern mit dem Original, weil uns die Industriegesellschaft das so beigebracht hat. Für die Wissensgesellschaft ist aber das Nachdenken über das Wesen der Aura so wichtig wie die Preisfestlegung für Schweinehälften, Stahl und Kohle in der Industriegesellschaft. Wir stehen am Anfang einer neuen Ökonomie, die nicht mehr nach jenen Regeln funktioniert, die die alte Industriegesellschaft am Laufen gehalten haben......"

    BITTE bei Interesse weiterlesen:

    http://www.brandeins.de/archiv/2014/originalitaet/die-falschen-und-das-echte.html

  • Klare Kontur.....

    Vor einigen Monaten lernte ich durch das Lesen des wunderbaren blogs:
    http://anders-anziehen.blogspot.de/, der Kölnerin Smilla Dankert, 
    die Arbeiten der Belgierin Dominique Dufait kennen.
    Smilla Dankert portraitierte Dominique Dufait als Persönlichkeit, erwähnte, das sie Architektin sei und zeigte ihr zweites Standbein:
    die Manufaktur von Handtaschen.

    Handgenähte Taschen habe ich Ihnen schon einmal von Ulrich Czerny ans Herz gelegt....
    Taschen, die 100% aus einer Hand kommen:
    - das Leder aussuchen (einheimisches Leder, ohne Chemie ...);
    - den Entwurf erarbeiten;
    - Zuschneiden, herrichten (viele viele Arbeitsgänge mit Spezialwerkzeug) ,
    ! per Hand nähen...

    Mich fasziniert bei Dufait wie bei Czerny die Reduktion auf eine klare stimmige Form und die Erarbeitung praktischer Details jenseits gedankenloser Normalität....

    DominiqueDufaitDD_TbagEVE2_72dpi
    Dominique Dufait, Unterarmtasche Tbag, Rindleder (Copyright: Dominique Dufait)

    Dominique sagt selber über Ihre Arbeit:
    "As an architect, my leatherwork is simple, sleek and pure.
    I create by folding and forming leather.
    Crossing out the unnecessary, keeping the essential.
    The pieces are pure craft, fully stitched by hand using the saddle stitch.
    It's a conscious choice to produce the pieces this.
    It's a challenge to make contemporary leather goods in a very traditional way.
    It's a way of shaping my ideas.
    Free of machines.
    Back to basics." (Zitat Dominique Dufait aus: http://dominiquedufait.blogspot.be/ )

    Ich suchte den Kontakt und Dominique sagte gern ihre Beteiligung an meiner Frühjahrsausstellung mit Teilen ihrer Kollektion zu.
    Große Freude auf meiner Seite!
    Und noch größere Freude beim Auspacken jetzt:

    Das sind keine modischen It-Bags, das ist Individualität pur!
    Das sind Taschen und auch Accessoires, die zeitlos sind und mit der Zeit immer schöner werden....

    DominiqueDufaitDD_Book_72dpi
    Dominique Dufait, Notizbücher, Rindleder, Handstich  (Copyright: Dominique Dufait)

    Das ist stilvoll, da merkt man die Freude an der schlichten Kraft des Tuns.
    Damit in einer Besprechung sitzen....

    DominiqueDufaitDD_MrQT02_72dpi

    Dominique Dufait, Etui (u.a. für Brillen oder Stifte), Rindleder (Copyright Dominique Dufait)

    Beim Etui kommt neben der Form noch der Witz in den Entwurf, denn die "Nase" des Etuis ist auch ein patenter Brillenträger mit Profil....

    Für mich eine wunderbare Neuentdeckung und ich bin gespannt, was Sie als meine Kunden und Sammler davon halten....
    Dies neben vielen anderen schönen Dingen für den Frühling des Jahres im Moment im CRAFTkontor...

  • Vorfreude ...

    Der Kontrast zum eisigen Wind draußen könnte kaum Größer sein, wenn man in der Galerie Frühling plant...

    Minustemperaturen und doch endlich etwas Schnee in diesem Winter ...auch wenn ich ihn nur auf Pressefotos gesehen und im Westerwald, auf dem Weg zur Keramikstadt Höhr-Grenzhausen, am Rand der Autobahn schmuddelig schmelzen sah...

    Hier besuchte ich Susanne Altzweig in ihrem Atelier der Keramikgruppe Grenzhausen:
    Atelierbesuche sind immer spannend, zumal man während des Auswählens der Objekte über Vieles spricht was die Keramikwelt, Kunsthandwerk, Ausstellungsarbeiten etc. angeht, man Neues erfährt und durch die Nähe zu den anderen Ateliers schnuppernd auf weitere Ideen für weitere Jahre kommt...

    Gefäße in sanften und strahlenden Frühlingsfarben habe ich für die erste Ausstellung diesen Jahres dort zusmmengestellt und schon in die Galerie mitgebracht.
    Gefäße, die sich auf die ersten knospenden Äste freuen...

    SusanneAltzweig1-Vasenensemble

    Susanne Altzweig, Vasenensemble, Keramik (copyright: Susanne Altzweig)

    Diese Arbeiten Susanne Altzweigs werden mit Objekten weiterer Keramikerinnen, u.a. auch Wandobjekten ergänzt.
    Es wird Taschen geben, Plissees und zwei sehr unterschiedlich frühlingshafte Kollektionen Schmuck.

    Mit dabei ist auch wieder Steffi Kalina, deren Arbeiten ich Ihnen schon vor ein paar Jahren erfolgreich ans Herz und um den Hals legen konnte.
    Die Wienerin ist spezialisiert auf Blütenschmuck in Emaille:

    SteffiKalinasakura-ohrschmuck
    Steffi Kalina, Ohrschmuck "Apfelblüte", Emaille (Copyright: Steffi Kalina)

    Da hat man doch Lust auf den Frühling...

    Zu sehen sein wird dies Alles in der ersten neuen Ausstellung  in diesem Jahr im CRAFTkontor zum Thema:
    "STIL-BLÜTEN"
    Beginn 20. Februar....

    Freuen wir uns darauf...

  • Auf ein Neues...

    "Kunstliebhaber sind Freiheitskämpfer für eine bessere Welt.
    Ich glaube nicht mehr an Politik und Rebellion. Nur Kultur kann die Welt lebenswerter machen.

    Jedes große Kunstwerk stellt unausgesprochen die Frage, ob die Dinge nicht besser laufen könnten.
    Kunst ist das Gegenteil von Konsum, denn man kann sie nicht aufschlecken wie ein Softeis.
    Man muss sich anstrengen,
    Kenntnisse erwerben, seine Wahrnehmung schärfen und vergleichen lernen."
    Vivienne Westwood, SZ-Magazin 08/2012

    Die Aussage der Modedesignerin Vivienne Westwood stelle ich in diesem Jahr wie ein Motto über meine Arbeit mit und für die angewandte Kunst und das Kunsthandwerk.
    Machen wir uns - Galeristen - Sammler - Überraschungskäufer  - auf den Weg durch das neue Jahr, um mit gut gestalteten Dingen unser Leben und unsere Umwelt zu bereichern!

    Mich haben immens viele gute Wünsche erreicht... ich gebe gern viele an Sie weiter:
    Gute Wünsche für Sie!

  • GUTE WÜNSCHE !

    Es ist Zeit:

    WandlungenUhr2IMG_7066
    Uhr, Blattgold auf Holz
    Copyright: Atelier Wandlungen, Berlin

    Es ist Zeit;
    DANKE zu sagen...
    für spannende Zusammenarbeiten,
    schöne Erlebnisse in Ateliers,
    bereichernde Begegnungen,
    fürs Lernen am Objekt (frau lernt nie aus - es bleibt spannend...) und
    für viele Gespräche.

    Ihnen allen verdanke ich die Möglichkeiten des CRAFTkontor.
    So spannend wie bisher,
    sollte es möglichst im nächsten Jahr weiter voran gehen.

    Ich möchte mit Ihnen weiter am Erfolg der Galerie arbeiten.

    Für heute wünsche ich Ihnen nach einer hoffentlich für alle guten Vorweihnachtszeit,
    viel Ruhe für Familie und Freunde an den Feiertagen und
    für das kommende Jahr 2014
    spannende Ideen und Schaffenskraft!

    Ihre Annegret Portsteffen

  • Schenken Sie anders.....

    Kunsthandwerk ist individuell...
    Kunsthandwerk ist nachhaltig...
    Kunsthandwerk zeugt von guten Materialien
    und der Hand, dem Hirn und dem Können eines Menschen, der mit Freude an der Arbeit ist...
    Kunsthandwerk ist zeitlos - nicht Moden unterworfen...

    KUNSTHANDWERK macht besondere FREUDE,
    wenn es von einer besonderen Person für ein besondere Person ausgesucht ist...

    Wir helfen Ihnen in den letzten Tagen vor dem Fest gern mit unserer besonderen Auswahl schöner Dinge.

    AußenIMG_5146

    Craftkontor, Galerie für Kunsthandwerk in Bonn, Koblenzerstr. 35,
    (Eingang Bürgerstraße) Foto: Craftkontor

    Wir freuen uns auf Sie und nehmen uns Zeit!

  • FEINES für die Wände

    Eine Entdeckung aus Berlin ist im Moment ( in Klein....)  im CRAFTkontor zu Gast.

    Märchenhaftes.... Erinnerungen an Tausend und eine Nacht können wach werden...
    Wunderschöne Wände entstehen durch Inka Gierden und Julien Collieux
    und ihr Atelier für Wandgestaltungen für Privatwohnungen oder Geschäftsräume.

    wandlungen_liliengruen_tisch_wandlungen
    Atelier Wandlungen, Wandgestaltung eines Restaurants
    (Copyright: Wandlungen, Berlin)

    In Berlin schmücken sich schon einige Restaurants, ein Privatclub (pssst...!), Chocolatiers und viele Andere mit den phantasievoll und prächtig ausgeführten Tempera/Pigment -Gestaltungen der Beiden.

    Interessanter Weise bieten sie für gemietete Objekte die Gestaltungen auch auf groß aufgezogener Leinwand als Wandbespannung an
    und hier kommt die Galerie ins Spiel.

    wandlungenkinderzimmer-hasenfee-gruen
    Atelier Wandlungen, Gestaltung einer Kinderzimmerwand
    (Copyright: Wandlungen Berlin)

    Das CRAFTkontor zeigt Kinderzimmerbilder und mehr in kleinen Formaten aus der Nagel fähigen Serie der Gestatungen...

    wandlungen-bild_2

    "Radieschen auf Goldgrund" Tempera, Acryl , Blattgold
    (Copyright: Wandlungen Berlin)

    Das zauberhafte Radieschen oben hat gleich als Erstes die Galerie verlassen, der Hirsch folgte auf dem Hufe und viele andere Motive folgten....
    Historische bewährte Techniken mit guten Pigmenten haben die beiden Gestalter an der Kunsthochschule studiert, ehe sie sich auf die Wandgestaltung spezialisierten.
    Phantasie und Prächtigkeit für die vielen Altbauwohnungen, aber auch als stimmige Gestaltung für modernes Leben in klaren Räumen...

    Vergoldete Buchstaben und große Uhren mit Blattgoldbelag runden die Objekte für das moderne festliche Interieur ab...wandlungengold-55cm-caspar

    Uhr mit Blattgoldbelag, Atelier Wandlungen
    (Copyright: Wandlungen Berlin)

    Ein paar der zauberhaften Motive suchen noch die Möglichkeit, ein Zuhause mitzugestalten,
    aber jeden Tag werden es weniger....

    HERZLICH WILLKOMMEN zum gemütlichen Weihnachtsshopping im CRAFTkontor...
    Schönes, Individuelles, Nützliches und mehr..................!

  • Verlust im "Blätterwald"

    Leider eine traurige Nachricht:

    Der Ritterbach-Verlag stellt nach langem Engagement für das KUNSTHANDWERK das Magazin "Kunsthandwerk und Design" ein.
    Und wenn mich nicht alles täuscht gilt das auch für das Magazin "Neues Glas".

    Zwei renommierte Magazine, die sich mit den Strömungen und Entwicklungen des Kunsthandwerks fundiert beschäftigt haben...
    gute Autoren, gute Fotos und eine Menge Information  zu Ausstellungen und Personen.

    Für "Kunsthandwerk und Design" verabschiedet sich nach 23 Jahren die Chefredakteurin Uta M. Klotz, die mit viel Freude, Reisetätigkiet und Zeitengagement für unser aller Information gearbeitete hat.

    Von hier aus herzlichen Dank!

    Ich darf sie aus ihrem Abschiedseditorial zitieren:

    "23 Jahre sind und waren eine lange Zeit, voll an beglückenden Eindrücken und reichen Erfahrungen, in denen ich eine besondere und einzigartige Welt entdeckt habe, in der sich Material, Hand, Geist und Können, ausgedrückt durch kreative und besondere Persönlichkeit, in individuellen, starken Schöpfungen Ausdruck verschaffen.
    Wie bei einer nie versiegenden Quelle gab es immer Neues zu entdecken.
    ...
    Kreativität und Können sind zwei Eigenschaften, die im Zusammenwirken unvergleichliche Mischungen eingehen können.
    Sie haben mich in all den Jahren stets auf neue angeregt und bestätigt, dass es in dieser alten neuen Alchemie ein evolutionäres Weiter gibt...."
    (Copyright Uta M. Klotz, Kunsthandwerk und Design6/2013)

    Nr. 5/2012

    Beispieltitel... (Copyright Ritterbach-Verlag)

    Schade, der Verlust der Magazine spiegelt die Mühe wieder, mit fundierter Recherche und der Vermittlung von Spezial-Wissen genug Käufer und Abonenten zu finden, um zu überleben.

    Wer wagt noch solche "Experimente" und hält sie durch.
    Wir Galeristen für ausgewähltes Kunsthandwerk wissen um die Mühe um die Sammler und Kunden.

    Bei den Magazinen nenne ich beispielhaft Reinhold Ludwig, der das Magazin ART AUREA wieder neu und engagiert reannimierte und in Kooperationen z.B. mit der GRASSI-Messe auf breitere Füße stellte.
    Oder OBJECT, eine Berliner Initiative um angewandte Kunst, die einen Schritt weiter geht und in essayistischer Form Theorien und Beipiele von Avantgarde beleuchtet.

    Engagierter Konsum, nachhaltiges Sammeln und lernen von Wertigkeit erfordert neben ständigem Sehen lernen auch Information...
    Leider gibt es nun eine Quellle weniger...

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.