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  • Elke Sada Teil II

    Ein neuer sehr wichtiger Zweig des Ouvres von Elke Sada endstanden nach der Reflexion eines Besuches in Hallstatt.

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    Elke Sada, Hallstatt-Gefäß, Keramik;

    Sie beschreibt es so:
    "Während des Gmundener Keramiksymposiums kam ich völlig begeistert von einem Besuch von Hallstatt zurück.
    Dort hatte ich im Museum eine große, aus Fragmenten zusammen genietete Kupferschale gesehen und ich setzte diese Idee des sichtbaren, stückhaften Aufbaus gleich um.

    Der Prozess, wie eine Arbeit entsteht, ist für mich sehr wichtig. Er ist für mich Teil des Ausdruckes und das will ich zeigen.

    Jetzt hatte ich ein Gefäß vor mir - und nicht die Gipsplatten, auf denen ich sonst meine Engobebilder für die Capriccios male.
    Es war voluminös und spornte mich an, mit einer kräftigen Farbe zu reagieren.
    Es entstand eine Kommunikation mit dem Körper und die Malerei wurde ungeheuer intensiv.'' (Zitat Elke Sada)

    Seither entstehen bis zu einhalb Meter große "Hallstatt"-Gefäße die Elke Sada einerseits großen körperlichen Einsatz abfordern, statische Experimente und Kentnisse zeigen und noch viel freier in der malerischen Gestaltung sind, als die Stücke der Capriccio-Serie.

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    Elke Sada, Hallstatt-Gefäß, Keramik;

    Die Komunikation mit dem Gefäßkörper setzte die Keramikerin auch in einer weiteren Serie Ihrer Arbeit fort,
    den Nestern.
    Hier steigert Sie den Ausdruck der Gestaltung eines luftig fragilen dreidimensionalen Eindrucks durch die Nichtfarbigkeit,
    fordert das Material Keramik zur äußerst spielerischen Nicht-Masse, zeigt Fragilität, wo wir Festigkeit erwarten...

    Wunderbare Nestlinge...

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    Elke Sada, Kermikobjekt "Nest"

  • Ein Wort zu ELKE SADA...

    Gerade wieder ( Christi Himmelfahrt) auf dem wie immer wunderbaren Keramikmarkt in Diessen am Ammersee stellte Elke Sada dem süddt. Sammlerpublikum ihre aktuellen Arbeiten vor.

    Noch bis Ende Juni sind Arbeiten der Capriccio- Serie und 2 aufsehenerregende Hallstatt-Gefäße hier im CRAFTkontor zu sehen.

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    Elke Sada, Schale aus der Serie Capriccios; Monotypie auf Keramik; (Copyright: Elke Sada)

    Doch was ist so das besondere an ihr und ihren Arbeiten?

    Bis 2000 arbeitete Elke Sada als chemisch-technische Assistentin in der Forschung in Deutschland, den USA und Italien.
    Dort, in Italien, war ihre Lust an Farbe und Ton, die latent immer in ihrem Leben vorhanden war nicht mehr zu bremsen...
    Nach ein paar Atelierpraktika entschied sie sich, grundlegend an das Thema heranzugehen.

    Nach sorgfältiger Recherche entschied sie sich für ein Studium der Keramik an der für dieses Thema renommierten Bath Spa University in England.
    Direkt nach dem erfolgreichen Abschluss dort verfeinerte sie ihre Studien mit dem Masterstudiengang angewandte Kunst am Royal College of Art in London. Gerade hier ermöglicht man den Studierenden umfassend experimentelle Zeiten ohne große Grenzziehungen zur freien Kunst - eine Freiheit, die man bei vielen englischen Gestaltern, aber auch bei Elke Sada spürt.
    Seit ihrem Master in London ist sie freiberufliche Keramikerin - lange Zeit in Hamburg und jetzt in Leipzig.

    Seit 2006 stellt sie öffentlich aus und sehr schnell wurden ihre Arbeiten von Sammlern und Jurys als außergewöhnlich gewürdigt:
    Die Liste der Auszeichnungen und Ankäufe sind für ihr kurzes Keramikerinnen-Leben schon beeindruckend lang und daran das Ausnahmetalent nicht zu übersehen...
    Fast alle renommierten Preise gehören mittlerweile dazu: (u.a.)
    2009 Keramikpreis Int. Keramiktage Oldenburg;
    2009 Preis der 5th Wolrd Ceramic Biennale in Icheon, Süd Korea;
    2011 Dannerpreis;
    2012 Ceramic Rewiew Award - Ceramic Art London;
    2013 Parcours Ceramique Carougoise, Carouge;
    2014 Prix David Miller, Bandol;

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    Elke Sada, Detail einer Keramik aus der Serie Capriccios;

    Was macht die Serie Capriccios so eigen?
    "Capriccio: Pinsel - Strich - weit weich - Tropfen - tropfen - tropfen - Farbe - Felder - kräftig - Linien - schneiden...
    Capriccio - Ein Zusammenspiel meiner Leidenschaft für expressive Malerei und die Liebe für schöne Gebrauchsgegenstände..."
    so sagt es Elke Sada selbst.

    Auf Gipsplatten malt sie abstrakte Bilder mit Engoben.
    Auf dieses Bild läßt sie dann flüssige Keramik fließen.
    Nach dem Prinzip der Monotypie in der Druckgraphik überträgt sich so das Bild auf den Ton, den sie dann im festen, aber noch frexiblen Zustand (lederhart) von der Gipsplatte abheben kann.
    In Platten geschnitten, gewickelt, gefaltet und mit Schlicker "geklebt", entstehen so die Gefäße.
    Erst erfolgt dann der Schrühbrand, dann nach einigen Nacharbeiten und der Glasur , der Glasurbrand.

    Die ausgewählten Fragmente eines freien Kunstwerks ergeben also im Zusammenspiel einer dreidimensionalen Gestalt, des Gefäßes, ein neues Kunstwerk....

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    Elke Sada, Detail einer Keramik aus der Serie Capriccios;

    Es enstehen dann große Schalen, siehe ganz oben, Vasen, siehe unten, oder z.B. Lieblingskaffeebecher für den
    wunderbaren Tagesbeginn mit einem kleinen Kunstwerk.....

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    Elke Sada, Vasenformen aus der Serie Capriccios, Monotypie auf Keramik;

    Unikatkeramik zum Sammeln und Benutzen....

  • Nachtwanderer....

    Die lange Galerienacht am letzten Freitag in Bonn - Bad Godesberg liegt hinter uns....
    Es war wieder eine tolle Erfahrung, so viele interessierte Besucher durch die 10 beteiligten Galerien stromern zu sehen, tolle Gespräche zu führen und die Schwerpunte der eigenen Galeriearbeit erläutern zu können.

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    Die Stimmung war unter den "Nachtwanderen" sehr gut und viele neue Gesichter versprechen auch jetzt im Nachhinein für die Wirkung so einer Nacht ...

    Hier im CRAFTkontor nahmen wir die Nacht zum Anlass, die neue Ausstellung "Capriccios" zu eröffnen.

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    Die Paarung von Elke Sada - Keramik und Tita do Rego Silva - Farbholzschnitt,  ist spannend anzusehen:
    farbstark;
    graphisch stark;
    erzählerisch stark;
    ungeheurer modern in der Keramik... im Interieur mit toller Wirkung;
    wahnsinnig phantasievoll im Farbholzschnitt...warum nicht z.B. fürs Kinderzimmer..

    Wer es noch nicht gesehen hat - Herzlich willkommen!

  • Das 3. Mal....

    SAVE THE DATE :

    Freitag, 08. MAI 2015

    findet die 3. lange Galerienacht in Bad Godesberg statt!

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    Es ist wieder so weit...
    Kurze Wege – Lange Kunstnacht!

    Eine Initiative wird geschätzte Tradition...
    Der freie Zusammenschluss Bonn-Bad Godesberger Galerien
    veranstaltet unter dem vielversprechenden Motto 'Durch die Nacht'
    am Freitag, 08. Mai 2015
    ab 18 Uhr bis Mitternacht
    schon die 3. lange Galerien-Nacht.
    11 Galerien und Kunstinstitutionen nehmen daran teil.
    Das breite Spektrum der Positionen der Beteiligten
    reicht von Photographie, KonzeptArt, Malerei und Plastik über Druckgraphik bis zu angewandter Kunst und zeigt spannende aktuelle Positionen aus ihrem Ausstellungsprogramm mit Anspruch und doch für Alle.

    Die letztjährige Euphorie der vielen Besucher, die die Godesberger Kunstszene entdeckten, läßt auch für 2015 einen spannenden Abend erwarten.
    An vielen Standorten ist neben geistiger Nahrung auch für das leibliche Wohl zum Durchhalten des Kunstmarathons gesorgt, denn nahe liegende Restaurants beteiligen sich mit besonderen Kleinigkeiten an diesem langen Abend.

    6 Stunden lang haben die Besucher Gelegenheit, sich der Kunst zu widmen: zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem kostenlosen Shuttle-Service, der
    die Veranstaltungsorte auf einem Rundkurs verbindet...

    Teilnehmende Kunstorte, Infos  und Lagekarte unter:
    www.nacht-der-galerien.de

    Auch das CRAFTkontor, Ihre Galerie für Kunsthandwerk und angewandte Kunst ist wieder mit dabei...

    Am kommenden Wochenende fahre ich nach Hamburg ins Atelier einer meiner Ausstellungsprotagonistinnen und wähle vor Ort die Holzschnitte aus, die im CRAFTkontor gezeigt werden sollen.
    Holzschnitte von DIN A5 Größe bis zu wandfüllenden Stücken über 2,60 Länge...

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    Hier sehen Sie Tita do Rego Silva in ihrem spannenden Atelier - ganze Bücher entstehen hier auch...
    Farbenfroh - phantasievoll - Geschichten erzählend - in raffinierter Handwerklichkeit.

    Freuen Sie sich auf einen spannenden Abend
    und viele unterschiedliche Ausstellungen!

  • Aktion: Wer trägt meine Kunst?

    In einem anderen Post habe ich Ihnen schon einmal das wunderbare Magazin für angewandte Kunst, Schmuck und Design "ART AUREA" empfohlen.

    In einer spannenden Aktion hat sich die Redaktion und die Fotographin Miriam Künzli anlässlich der Münchener Schmuckwochen im März mit dem Thema "Schmuckkunst" beschäftigt.
    Schmuckkunst, nicht Juwelenschmuck aus dem Juweliergeschäft - nicht der nichtssagende Alltagsschmuck, der auf der Straße sichtbar ist und auch nicht modisches Tingeltangel, wie die vermeintlich angesagten "Statementketten" großer Modelabels.

    Schmuckkunst ist das wirkliche Statement - die Aussage!

    "Ich kannte vorher keine Schmuckkunst. Es ist faszinierend, wie man durch das Tragen in kurzer Zeit eine Beziehung zu dem Objekt entwickelt. Die Arbeit des bulgarischen Künstlers Dimitar Delchev ist mir bei der Fotografie sofort ans Herz gewachsen," so Maria Hafner aus München. Die Musikerin und Schauspielerin (Zwirbeldirn, Hasemanns Töchter) ist eine von 17 charaktervollen Persönlichkeiten, die am 11. März bei der Aktion Wer trägt meine Kunst? von Miriam Künzli mit einem tragbaren Kunstwerk fotografiert wurde.

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    Schmuck Dinitar Delchev - Foto Miriam Künzli;

    Die Münchner Schmucktage, die zeitgleich mit der Internationalen Handwerksmesse stattfinden, sind das größte Ereignis für zeitgenössische Schmuckkunst weltweit.

    In mehr als 50 Ausstellungen im ganzen Stadtgebiet sowie in Sonderausstellungen auf der Internationalen Handwerksmesse (11.?17. März) zeigen lokale und internationale Galerien und Hochschulklassen aus ganz Europa ihre Werke.
    Die präsentierten Arbeiten unterscheiden sich zumeist grundlegend von tradiertem Juwelenschmuck.

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    Schmuck Christine Graf, Foto Miriam Künzli

    Mit ihren ungewohnten Formen und Materialien sind die tragbaren Kunstobjekte selbst dem kulturinteressierten Publikum weitgehend unbekannt.

    Der Maler Florian Weingärtner aus Tegernsee ließ sich mit einer gelb emaillierten, großen kreisförmigen Brosche fotografieren. Sein Kommentar: "Das Leben beginnt außerhalb der Komfortzone!", eine Aussage, die nur auf manche der Männer bei der Fotosession zutraf.
    Alle Frauen fühlten sich sehr komfortabel und waren begeistert von ihren Stücken, so wie Carin Reinders, Direktorin des Coda-Museums in Apeldoorn und die amerikanische Sammlerin Nancy Olnick, die mit ihrem Mann extra aus New York angereist war.

    Mit der Fotokunstaktion
    Wer trägt meine Kunst?, die vom 11. bis 13. März in der Akademie der Bildenden Künste stattfand, möchte die Zeitschrift ART AUREA als Medium für Angewandte Kunst einen Beitrag leisten, zeitgenössische Schmuckkultur einem größeren Publikum vorzustellen.

    Dass Schmuck Kunst sein kann, erlebten viele, die jüngst an der dreitägigen Aktion "Wer trägt meine Kunst?" teilnahmen.
    Selbst, wer Schmuckkunst erstmals kennenlernte, erkannte dies spontan.
    Nicht wenige der TrägerInnen verstanden, dass künstlerischer Schmuck darüber hinaus eine ganz eigene Dimension hat: er verändert unsere Silhouette, unsere Körperhaltung und unser Erscheinungsbild.
    Schmuckkunst fordert uns heraus, fragt nach unseren Vorlieben, nach unserem Wesen, kehrt unser Innerstes nach außen und erweckt Gefühle.
    Fast immer löste der Schmuck bei den Porträtierten etwas aus, machte nachdenklich, führte zu Gesprächen, zu neuen Einsichten oder machte manchmal einfach nur fröhlich.
    Text und Interviews Reinhold Ludwig - Fotos Miriam Künzli - Copyright ARAT AUREA

    Mehr auf:http://artaurea.de/2015/kunst-die-mich-verwandelt/

    Ein Plädoyer in Bild und Wort für mehr Mut und Selbst-Ausdruck beim Schmucktragen !
    Schmuckkunst ist tragbar!
    Schmuckkunst ist zeitgenössische Aussage!

    In diesem Sinne frohe Ostertage
    und vielleicht etwas Stoff zum Überlegen und Planen des nächsten Schmuckgeschenks...

  • Tradition neu entdeckt....

    Ein Paket ist angekommen und darin schlummerten Hampelmänner und Hampelfrauen....
    Ein alter Hut sagen Sie?
    Mitnichten: hier wird klassisch in Oberammergau ein altes Kunsthandwerk mit neuen Inhalten gefüllt!

    Auch der Osterhase ist (zeitgemäß) mit von der Partie...

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    Martin Wagner, Hampelfigur Hase, Schnitzerei mit Fassmalerei;
    Copyright: Oberammergauer Schnürlkasper

    "Oberammergauer Holzspielzeug hat lange Tradition. Eines der ältesten Zentren der Herstellung von Spielwaren aus Holz im alpenländischen Raum ist Oberammergau.
    Die Holzschnitzerei ist seit Beginn des 16. Jahrhunderts nachgewiesen, die Anfänge kann man jedoch viel früher vermuten, da die Oberammergauer Schnitzer zu diesem Zeitpunkt bereits als ausserordentlich kunstfertig galten.

    Aus kleinen Familienbetrieben heraus, die ihr Können und Wissen von Generation zu Generation weitergaben, entwickelte sich die Holzschnitzerei, insbesondere die Spielwarenproduktion im 18. Jh. bis gegen Ende des 19. Jh. zum wichtigen Wirtschaftsfaktor für den Ort.

    Dank der Lage des Ortes an der Handelsstraße Augsburg-Venedig und wegen des wachsenden Bekanntheitsgrades Oberammergaus durch die alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele fanden die Holzspielzeug- und Schnitzwaren ihre Liebhaber in aller Welt."
    (Textauszug: Martin Wagner)

    Natürlich brachte die Bekanntheit der Objekte die Pest der Moderne mit sich: Schnitzer, die abkupferten, die Qualität nicht hielten und der asiatische Raum, der massenhafte Plagiate minderer Qualität auf den europäischen Markt warf und wirft...
    Venedig und seine Glaskunst aus Murano haben das gleiche Problem....

    Die Schnürlkasper heute haben eine kleine Renaissance erlebt...
    "Auch Fadengaukler genannt, war er eine typisches Produkt aus der Reihe der zahlreichen beweglichen Spielzeuge.
    Er wurde als Kinderspielzeug in verschiedenen Größen und Bemalungen in alle Welt verschickt, zwischen 1750 und 1850 auch als Karikatur unbeliebter Persönlichkeiten verwendet und durfte in bürgerlichen Haushalten nicht fehlen."
    Heute sind es Sammlerobjekte und schöne Dekorationen, deren Echtheit z.B. die Schnürlkasper Martin Wagners mit einem speziellen Markenzeichen, dem Oberammergauer Markensiegel nachweisen.

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    Martin Wagner, Hampelfigur Madame Rot,
    Holzschnitzerei mit Fassmalerei und dem Echheitssiegel;
    Copyright: Oberammergauer Schnürlkasper

    Martin Wagner, Oberammergauer Fassmaler und Holzschnitzer in dritter Generation "begegnete den Figuren Mitter der 80er Jahre des 20. Hj. im Oberammergauer Museum.
    Fasziniert von seiner Strenge und Schlichtheit, der Beweglichkeit und Ausdruckskraft, widmete er sich dieser alten Technik neu.

    Sämtliche Teile der Figuren werden aus dem Stamm einer besonderen Fichte zu feinen Schindelbrettchen gespalten und mit Schnitzmessern in Form gebracht.
    Die so entstehende rissige Holzstruktur, gekonnte Beschnitzung von Köpfen und Zubehörteilen, sowie die typische feine Bemalung - die Fassmalerei - geben jedem Schnürlkasper seine persönliche Note.

    Die traditionelle Herstellungsweise verbindet Wagner mit zeitgenössischen Motiven...
    So entsteht eine ganz neue Hampelwelt, deren Figuren, wie schon Jahrhunderte zuvor, überall ihre Liebhaber findet."
    (Textauszug Martin Wagner)

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    Martin Wagner, Hampelfiguren Katze und Hund mit Rose im Maul;
    Schnitzerei mit Fassmalerei;
    Copyright Oberammergauer Schnürlkasper;

    Madame, Monsieur, eine Nichtschwimmerin mit Schwimmring, ein Kochlöffel schwingendes Huhn, klassische Kasper und Clowns, Golfspieler, Liebhaber und vieles mehr bilden die Menagerie der Hampelfiguren.
    Der Hase, siehe oben als etwas andere Osterdeko und das Brautpaar als hübsches Geschenk zur Hochzeit...

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    Martin Wagner, Hampelfigur "Brautpaar" in Aktion...
    Holzschnitzerei mit Fassmalerei;
    Copyright Oberammergauer Schnürlkasper;

    Viele Gelegenheiten, einen Schnürlkasper zu adoptieren, zu sammeln oder zu verschenken...
    Herzlich willkommen im CRAFTkontor!

  • KRISTALL - Klar!

    Auf ihnen blühen Eisblumen wie in einem Winter von Walt Disney, bilden Schneekristalle magische Mosaike und leuchten Farbeffekte wie ein Feuerwerk, das sich in einem stillen See spiegelt.

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    Angelika u. Gerd Panten, Vasenformen, Porzellan, Kristallglasur; (Foto: Panten)

    Die Rede ist von den Wundern der Kristallglasur...
    Keramische Formen - einerseits elegant, andererseits vom Eindruck "brutal" - mit der exquisiten Kristallglasur sind der Schwerpunkt der neuen Ausstellung im CRAFTkontor.

    Werden wir präzieser:
    "In der keramischen Glasur gewachsene Kristalle haben auf die Menschen seit jeher eine faszinierende Wirkung.
    Das schimmernde Spiel, die immer wieder neuen Wuchsformen und die Farbigkeit der Kristalle haben eine magische Ausstrahlung, die den Betrachter in
    seinen Bann zieht.

    Früher wurde so manch dünnwandiges, von einer Kristallglasur geziertes Gefäß, mit Gold aufgewogen.
    Heute ist der Chemismus der Glasuren zwar bekannt und das Geheimnis der Kristallglasuren gelöst, dennoch wagen sich weltweit nur sehr wenige Keramiker an diese schwierige Glasurtechnik. "
    Zwei Ehepaare davon haben wir exklusiv bei uns zu Gast.

    "Das Schwierige hat einen einfachen Grund:
    Bei Glasuren, in denen große, einzelne Kristalle wachsen sollen, müssen viele Bedingungen eingehalten werden, die sich zum Teil gegenseitig aufheben.
    Beim Entwickeln von Kristallglasuren betreibt der Keramiker also immer eine Gratwanderung,
    das heißt, Erfolg und Misserfolg liegen sehr eng beieinander.
    Oft vergehen Jahre der Glasurentwicklung, bis erste gelungene Stücke aus dem Ofen kommen. Und selbst dann weiß der Keramiker nie, wie der nächste Brand ausfällt.
    Die Kristalle wachsen jedesmal anders, und so bleiben besonders gelungene Stücke rar.
    Dafür trägt aber jedes mit einer Kristallglasur versehene Stück die Handschrift der
    Schöpfung in sich.
    Der Keramiker stellt mit seinen Werken gleichsam eine Leinwand zur Verfügung, auf der sich im Verlauf des Brennprozesses kosmische Harmonien in Form stets unterschiedlicher Kristalle manifestieren.

    Durch die Harmonie von Form und Glasur wird jeder Ort, an dem ein solches Unikat steht, zu einem Ort des Lichtes, der zum Verweilen und Betrachten einlädt und der Seele einen spürbaren Zugang zur Harmonie der Schöpfung eröffnet."
    (Textauszug: Jörg Baumüller)

    Zu Gast sind das Ehepaar Angelika und Gerd Panten aus dem Deutschland nahen Grenzgebiet in Belgien und
    das halb deutsche und halb niederländische Paar Sonja und Ric Sebes aus der Gegend um Sankt Goar.

    Pantens stehen für die eleganten, ebenmäßigen Formen, auf denen die Kristalle aufs Schönste zum Blühen kommen.PantenkristallP1020166111
    Angelika u. Gerd Panten, Vasenform, Porzellan, Kristallglasur; (Foto: Panten)

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    Sonja u. Ric Sebes, Platte auf Füßen, Porzellan, Kristallglasur  (Foto: Studio Sebes)

    Studio Sebes steht eher für den Bruch zwischen rauher Form und prickelnder Glasur.
    Ein wunderbarer Kontrast in den Objekten, durch den die Glasur immer neu faszinierend wirkt!

    Ergänzt wird die Ausstellung durch klaren Glasschmuck, neue Schalenobjekte des Glasbläsers Frank Meurer und die spannenden "Bündelringe" von Silke Spitzer, deren Edelsteine nur wie mit einem Fädchen auf dem Ring befestigt, zu schweben scheinen...

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    Der Edelstein kann sich ganz in seiner Pracht entfalten...

    Spannende Ausstellungszeiten...
    Herzliche Einladung!

  • Jahresplanung....

    Es ist längst überfällig auch Ihnen ein gutes Jahr 2015 zu wünschen!
    Das sei hiermit noch getan....

    Und sonst bringt der Jahresanfang energisches Planen mit sich...
    die bislang angedachten Ausstellungen und ihre Teilnehmer/innen wollen festgezurrt werden...

    Hier für Sie ein kleiner Appetizer:

    Nach Karneval, Ende Februar beginnt die Ausstellungszeit mit der Schau: "KRISTALL - klar!"
    Hier widme ich mich schwerpunktmäßig der fantastischen Kristallglasur -
    einer speziellen und nicht einfachen Keramikglasur, die durch das Revival der 60er und 70er Jahre im Interieurbereich
    erneut Beachtung findet.
    Selbst die Porzellanmanufaktur Fürstenberg legt Kristallglasur-Objekte neu auf.

    Unsere Ausstellung zeigt jedoch Keramiker, die diese Art der faszinierenden Glasur schon lange als Könner ausführen:
    das Ehepaar Angelika und Gerd Panten, hier mit einer Vase:

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    (Foto und Copyright: A. + G. Panten)

    und das Studio Sebes, hier mit einer spannenden Platte, die durch den Gegensatz der rauh gebrochenen Kanten und der Kristallglasur wirkt.
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    (Foto und Copyright: Studio Sebes)

    Rund wird diese Ausstellung durch ergänzende Glasobjekte, Schmuck und mehr...
    Seien Sie gespannt!

    Im Mai wird es dann die 3. Lange Galerienacht hier in Bonn-Bad Godesberg geben!
    Das schöne Event mehrerer locker verbandelter Galerien hat sich etabliert und wir freuen uns,
    Ihnen erneut Höhepunkte unserer Galeriearbeit zu Präsentieren.
    SAVE THE DATE: Am Freitag, 8. Mai ist es soweit!

    Das CRAFTkontor, Ihre Galerie für Kunsthandwerk,  ist mit der preisgekrönten Keramikerin Elke Sada
    und der Graphikerin und Illustratorin Tita do Rego Silva dabei.
    Titel der Ausstellung: CAPRICCIOS - Überraschungen...

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    (Copyright: do rego Silva)

    Eine spannende Zusammenstellung verspreche ich Ihnen da...
    Die in Hamburg lebende und arbeitende Brasilianerin Tita do Rego Silvas ist bekannt für ihre überschwänglichen Holzschnitte -
    im vergangenen Jahr hat sie in einer wunderbare Zusammenarbeit mit Peggy Parnass, der Hamburger Journalistin, ein fantastisches Buch über Parnass Kindheit im III. Reich illustriert - die Arbeiten sind heute schon Sammlerstücke...

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    Elke Sadas Keramikarbeiten leben von der Spannung der frei gebauten Form und der gestischen Malerei:
    Form, Farbe, Rhythmus, graphische Spannung werden uns durch diese Ausstellung begleiten....

    Die Sommerausstellung trägt dann den Titel: "Freischwimmer"
    und im Herbst wird es den Schwerpunkt PAPIER geben,
    doch dazu schreibe ich Ihnen später mal...

    Ich hoffe nur, die Andeutungen lassen Ihnen jetzt schon im übertragenen Sinn "das Wasser im Mund zusammenlaufen"
    und wir sehen uns im Laufe des Jahres häufig hier im CRAFTkontor!

    Wie immer herzlich willkommen!

  • Grüße und Wünsche...

    Ein frohes Weihnachtsfest

    und
    optimistische Aussichten für das neue Jahr
    wünschen wir Ihnen!
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    Und Heinz Düsterhaus Glasengel singen freudig dazu...

    Die Galerie hat bis zu Dreikönig geschlossen...
    ab dann sind wir wieder voll Elan und
    mit Lust auf gut gestaltete Dinge
    und mit neuen Ausstellungen
    für Sie da
    !

  • TIP für Ihre nächste Berlinreise...

    Natürlich ist Berlin immer eine Reise wert, um die unterschiedlichen Facetten dieser spannenden Stadt alle kennen zu lernen, aber jetzt ist ein Fixpunkt weider eröffnet:

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    Ein Haus für Kunst, Mode und Design - Das Kunstgewerbemuseum

    Nach umfangreichen Umbauarbeiten präsentiert sich das Kunstgewerbemuseum am Kulturforum ab dem 22. November im neuen Gewand.
    Der 1966 im Geist der Nachkriegsmoderne entworfene Bau von Rolf Gutbrod wurde vom Architekturbüro Kuehn Malvezzi in weiten Teilen umgestaltet. Durch weiße Einbauten erscheinen Foyer und Treppenhaus nun klar gegliedert. Kasse, Information und Garderobe sind als kubische Einbauten angeordnet und treten durch ihre reduzierte Formensprache im Raum zurück. Das Treppenhaus wird durch die großzügige Ummantelung der waagerechten Treppenelemente vereinheitlicht und zugleich in seiner Skulpturalität betont. Ein einprägsames Wegeleitsystem mit roten Superzeichen verdeutlicht die räumliche Struktur des Gebäudes und führt die Besucher durch das Haus. Ebenfalls neu gestaltet wurden die Ausstellungsräume für die Sammlungsbereiche Mode, Design und Jugendstil bis Art déco.

    Ein Haus für Kunst, Mode und Design

    Als Haus mit einer Vielzahl von Exponaten, Stilen und Materialien bietet das Kunstgewerbemuseum verschiedene thematische Rundgänge an.
    Gleich im Eingangsbereich lockt die neue Modegalerie: In abgedunkelten Räumen mit eingebauten Großvitrinen werden rund 130 Kostümen und ebenso viele Accessoires wie in einer Schaufensterpassage inszeniert.
    Der Besuch gleicht einem Spaziergang durch 150 Jahre Modegeschichte, vorbei an den Schöpfungen berühmter Couturiers wie Paul Poiret, Elsa Schiaparelli und Christian Dior.
    Berlin erhält damit zum ersten Mal eine thematisch umfassende Dauerausstellung zum Thema Mode.
    Grundlage der Präsentation bildet die 2009 angekaufte internationale Sammlung von Martin Kamer und Wolfgang Ruf.

    Ein weiteres Highlight ist die neu aufgestellte Designsammlung im Untergeschoss.
    In der hochkarätigen Auswahl sind die Bauhausklassiker ebenso vertreten wie Entwürfe der zeitgenössischen Stardesigner Ettore Sottsass, Philippe Starck oder Konstantin Grcic.
    Eine Stuhlgalerie ergänzt diesen Rundgang und zeigt eine Auswahl innovativer Entwürfe vom 19. Jahrhundert bis heute.
    Wie kaum ein anderer Gegenstand ermöglicht der Typus Stuhl eine Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Positionen des Designs.
    Die Palette reicht von einfachen und zweckdienlichen über luxuriösen bis hin zu phantastischen, von der Funktion losgelösten Gestaltungen.

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    Verner Phanton, Eistütenstuhl, Kunstgewerbemuseum Berlin
    (Foto: Staatl. Museen Berlin)

    Im Erdgeschoss und im Obergeschoss gibt das Kunstgewerbemuseum einen systematischen Überblick über die Meisterleistungen europäischer Entwurfs- und Objektkunst vom Mittelalter zum Art déco. So werden im Erdgeschoss die mittelalterliche Schatzkunst mit dem berühmten Welfenschatz und glanzvolle Renaissanceobjekte wie das Lüneburger Ratssilber gezeigt. Im Obergeschoss führen verzierte Kabinettschränke und Kunstkammerobjekte die Sammelleidenschaft des Barock vor Augen.
    Den beginnenden Klassizismus markiert David Roentgens legendärer großer Kabinettschrank.

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    David Roetgen, Kabinettschrank, Kunstgewerbemuseum Berlin;
    (Foto: Stattl. Museen Berlin)

    Die Abteilung Jugendstil bis Art déco wird in vier neu eingebauten Kabinetten präsentiert. Die als "Raum im Raum" eingebauten Kabinette bieten im Inneren Bühnen für Möbelstücke und herausragende Exponate, während in den Außenwänden Vitrinen für weitere Objekte eingelassen sind. Die thematisch gegliederten Ausstellungsbereiche zeigen künstlerische Tendenzen zwischen der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 und dem Ende der 1920er Jahre. Für die Schmuckstücke von René Lalique, Möbel von Henry van de Velde oder Glasfenster von César Klein bieten die intimen Kabinette eine ideale Bühne.

    INFOS:

    Besuchereingang.
    Matthäikirchplatz
    10785 Berlin

    ! vollständig rollstuhlgeeignet;

    Verkehrsverbindungen

    U-Bahn U2 (Potsdamer Platz)
    S-Bahn S1, S2, S25 (Potsdamer Platz)
    Bus M29 (Potsdamer Brücke); M41 (Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße); M48, M85 (Kulturforum); 200 (Philharmonie)

    Öffnungszeiten:

    Mo geschlossen
    Di  - Fr.  10:00 - 18:00 Uhr
    Sa +So 11:00 - 18:00 Uhr

    Planen Sie aber auch Besuche bei zeitgenössischen Gestaltern und Kunsthandwerkern ein!
    Viele Ateliers laden zum Besuch ein:
    Heike Roesner  und ihre Papierobjekte - zauberhaft....;
    Michaela Binder in ihrem Schmuckatelier....;
    Anke Schulz Porzellanwerkstatt...;
    um nur ein paar zu nennen....

    Eine gute erlebnisreiche Zeit!

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